Arbeit

„Arbeiten bis zum Umfallen“ - das ist für viele Wienerinnen und Wiener Realität. Während auf der einen Seite die Zahl an Arbeitslosen steigt, müssen viele andere Überstunden leisten oder gar mehrere Jobs nebeneinander bewältigen, um sich sozial absichern und überleben zu können. Doch selbst dann reicht das Einkommen für viele Menschen nicht aus. Tausende ÖsterreicherInnen sind trotz Arbeit von Armut gefährdet, das bedeutet, dass diese sich grundlegende Notwendigkeiten, wie etwa eine warme Wohnung oder ausreichend Nahrung, nicht leisten können.

Hinzu kommt, dass Armut meist an die Kinder weitergegeben wird. Wer aus einem finanziell unsicheren Haushalt stammt, wird diese Unsicherheit mit großer Wahrscheinlichkeit ein Leben lang mit sich tragen. Dieser Kreislauf der Armut erschwert nicht nur sämtliche Zugänge zum gesellschaftlichen Leben, wie beispielsweise den Zugang zu Bildung, Kultur und politischer Teilhabe, er führt auch auf Dauer zu einer Stigmatisierung aller armutsgefährdeten Menschen. Diese schlittern an den Rand der Gesellschaft und werden teilweise durch ihre Notlage in die Illegalität getrieben.

Gleichzeitig findet eine zunehmende Prekarisierung von legaler Arbeit statt, die vor allem durch die erhöhte Profitgier der Unternehmen, aber auch durch die Anpassung von Gesetzen an die neoliberale Marktkonformität voran getrieben wird. Schlechte Arbeitsverträge und wenige Rechte aufseiten der ArbeitnehmerInnen und ArbeiterInnen, sorgen dafür, dass diese schnell ersetzt und ausgewechselt werden können. Aufgrund des sozialen und finanziellen Drucks sehen sich viele gezwungen, prekäre Arbeitsverhältnisse einzugehen, was schlussendlich den Unternehmen noch weiter in die Hände spielt.  

Wo wollen wir hin?

Jede Wienerin und jeder Wiener soll nicht nur die Möglichkeit haben, irgendeiner sicheren Arbeit nachzugehen, sondern auch vorwiegend jener Arbeit, die sie oder er am liebsten ausführen möchte. In diesem Sinne darf Arbeit auch nicht ausschließlich ein Resultat gesellschaftlicher Zwänge sein. Es soll die Möglichkeit zur eigenen persönlichen Entfaltung und Weiterentwicklung geboten werden. Alle Unternehmen und Konzerne brauchen ArbeitnehmerInnen und ArbeiterInnen, die sich zur Verfügung stellen. Ohne diese Menschen könnte kein Produkt und keine Dienstleistung am Markt angeboten werden. Dementsprechend müssen ArbeitnehmerInnen und ArbeiterInnen auch entlohnt werden, nämlich nicht nur, um ein Minimum an Lebenserhaltungskosten abdecken zu können, sondern um ein anständiges Leben in Wohlstand zu führen.

Gleichzeitig müssen alle WienerInnen unabhängig von ihrer finanziellen Stellung Zugang zum gesellschaftlichen Leben haben können. Das bedeutet freier Zugang zu Bildung und Kultur, zu leistbarem Wohnraum, medizinischer Versorgung und Mobilität, aber auch Zugang zu Freizeitaktivitäten und der Möglichkeit, sich zu erholen. Die Gesellschaft bzw. der Staat muss die Garantie schaffen, dass alle Menschen sozial abgesichert sind, und dass jenen besonders geholfen wird, denen eine prekäre Lebenslage droht.  

 

Arbeit

  • Die Stadt Wien soll eine faire Arbeitgeberin sein – Indem die Stadt Wien selbst baut, können Arbeitsplätze geschaffen werden, die gut entlohnt und arbeitsrechtlich abgesichert sind.

  • Auszeit und Erholung muss für alle gegeben sein – Deshalb fordern wir die sechste Urlaubswoche für alle!

  • Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich: So können neue Arbeitsplätze geschaffen, während gleichzeitig die Beschäftigten entlastet werden.

  • Nein zu Sonntagsöffnungszeiten! JedeR hat Recht auf einen Ruhetag – auch im Handel!

  • Vermögen sind in Österreich sehr ungleich verteilt. Deshalb fordern wir Vermögenssteuern!

 

Armut

  • Auch Arbeitslose sollen auf Urlaub fahren können: Wer beim AMS gemeldet ist, soll die Möglichkeit erhalten, Österreich für einige Tage zu verlassen ohne den Anspruch auf Arbeitslosengeld zu verlieren.

  • Ausbau von Notschlafstellen und Investitionen in die Straßen-Sozialarbeit

  • Angebot an kostenloser Weiterbildung und Umschulungs-Programme – Arbeitslosigkeit darf kein Schicksal bleiben!

  • Heizkostenzuschuss muss erhöht werden – es darf nicht sein, dass sich Familien eine warme Wohnung nicht leisten können!

 

 

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