Bildung

Das österreichische Bildungssystem ist regelmäßiges Thema politischer Debatten: es ist eines der selektivsten Bildungssysteme  im europäischen Vergleich und sorgt dafür, dass Bildung quasi vererbbar ist. Die finanzielle Situation der Eltern entscheidet also häufig über den Bildungsweg, den SchülerInnen gehen – nicht die eigenen Fähigkeiten und Wünsche.

Doch auch die Zielsetzung von Bildung wird immer problematischer. Bildung wird als Produzentin von Arbeitskraft angesehen, im Mittelpunkt steht ein klares Verwertungsinteresse.

Geschaffen werden soll ein möglichst „flexibler Mensch“, der überall funktioniert, wo man ihn oder sie hinstellt, der/die über sein/ihr „Humankapital“ verfügt, und es möglichst gewinnbringend (für das Unternehmen, in dem er oder sie angestellt ist) einsetzt. Die sich immer weiter verbreitende neoliberale Einstellung ist auch in Bildungseinrichtungen angekommen. Es kommt zu einer Abkehr von Inhalten, hin zu einem Training von Kompetenzen und Qualifikationen. Zahlreiche Standardisierungen und deren Abtesten prägen den Bildungsalltag – und dienen als Indikatoren für die Marktfähigkeit erworbener Qualifikationen.

Ein immer stärkerer Leistungsdruck, steigender Bedarf nach Nachhilfe, Strafen für SchulschwänzerInnen, überfüllte Klassen und wenig Mitspracherecht machen die Schule gerade für die SchülerInnen, die eigentlich im Mittelpunkt von Bildung stehen, zu keinem Ort, an dem gerne gelernt wird.

 

Wo wollen wir hin?

Bildung muss Menschen ein Leben lang begleiten – beginnend im Kindergarten als erster Bildungseinrichtung, über Schule, Lehre, Universität bis hin zu Erwachsenenbildung in späteren Jahren. Das Interesse am Lernen, - am selbst Erarbeiten von Themen - muss dabei von früh an geweckt werden. Bildung soll es Menschen ermöglichen, selbstständiges, kritisches Denken zu entwickeln, Urteilsfähigkeit zu lernen und ein selbstbestimmtes Leben zu leben. Und es ist die Aufgabe von Bildungspolitik den Rahmen zu schaffen, der so eine Bildung ermöglicht. Mit dem Fokus auf diejenigen, um die es hauptsächlich geht: den Lernenden. Wichtig ist hierbei vor allem, dass alle, unabhängig von ihrer finanziellen Situation, ihrer Herkunft oder ihrem Geschlecht die gleichen Bildungschancen haben und den Bildungsweg einschlagen können, den sie wollen. Dafür ist es notwendig, Bildung nicht als reine Ausbildung zu sehen und auch von jenem Denken abzukommen, die Schule sei ein Ort, der Menschen lediglich „für den Arbeitsmarkt fit macht“. Stattdessen müssen Mitbestimmung, die Förderung von Interessen und ein offenes Lernklima im Vordergrund stehen.



Schule für alle!

  • Wir sind für eine Gesamt- und Ganztagsschule! Kinder sollen unabhängig von Migrationshintergrund, Finanzen der Eltern oder körperlichen/geistigen Behinderungen alle gemeinsam in eine Schule gehen.

  • Gleiche Bildungschancen für alle! Welche Bildung ein Kind erhält, darf nicht von den Finanzen der Eltern abhängig sein.

  • Schule ohne Rucksack: SchülerInnen (und LehrerInnen) sollen in der Schulzeit ihre Aufgaben erledigen können und sie nicht mit nach Hause nehmen müssen.

  • Dafür braucht es zusätzliches Lehrpersonal, Fortbildungsmöglichkeiten für LehrerInnen und Maßnahmen zur Inklusion

 

Schule ohne Druck!

  • Bildung statt Ausbildung - Ökonomisierung entgegenwirken! Schule soll ein Ort sein, an dem Kinder für das Leben lernen und nicht für den Arbeitsmarkt.

  • Weg mit der Orientierung an Bildungsstandards! Jedes Kind braucht eine individuelle Förderung und keine Massenabfertigung.

  • Sitzen bleiben abschaffen!

  • Noten abschaffen! Wir wollen ein individuelles Beurteilungssystem.

  • Keine Geldstrafen für SchulschwänzerInnen!

 

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