LGBTIQ

„Mutter – Vater – Kind“ – die klassische Kernfamilie ist immer noch das gängige Bild von Familie in unserer Gesellschaft, das uns in Schulbüchern, Werbung, Medien und sonst überall begegnet. Mann und Frau als Kategorien und eine heterosexuelle Beziehung zwischen diesen beiden ist gesellschaftliche Norm – alles andere wird als abweichend und „unnatürlich“ wahrgenommen.

Es gibt jedoch eine große Vielfalt an Identitäten und Sexualitäten – Menschen, die sich nicht in dem ihnen zugeschriebenen biologischen Geschlecht wiederfinden, Frauen, die Frauen lieben, Männer, die Männer lieben, Menschen, die beides lieben oder auch Menschen, die sich gar nicht erst als Frau oder Mann einordnen wollen. All das wird jedoch in unserer Gesellschaft viel zu oft nicht anerkannt. Das zeigt sich einerseits auf gesetzlicher Ebene, wo es keine Gleichstellung anderer Paare mit heterosexuellen Ehepaaren gibt und auch beim Thema Diskriminierungsschutz, wo noch lange nicht alles erreicht ist. Das ist aber leider auch im Alltag deutlich spürbar. LGBTIQ Personen werden laufend diskriminiert und Opfer von verbalen bis hin zu tätlichen Übergriffen.

 

Wo wollen wir hin?

Es ist egal, wer du sein willst oder wen du liebst! Wir wollen eine Gesellschaft, in der die eigene Identität oder die sexuelle Orientierung keine Rolle mehr spielt. Dazu braucht es einerseits vollkommene gesetzliche Gleichstellung, umfassenden Diskriminierungsschutz und vor allem viel Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft – die von klein auf anfangen muss. Es darf nicht länger sein, dass Menschen sich nicht „outen“ möchten, weil sie Konsequenzen fürchten, es darf nicht länger sein, dass Menschen Übergriffen ausgesetzt sind, nur weil sie so sind, wie sie sein wollen!

 

  • Gleichstellung von gleich- und verschiedengeschlechtlichen Lebensgemeinschaften – Die Ehe muss geöffnet werden!

  • Es braucht endlich ein wirksames Antidiskriminierungsgesetz, das sowohl im Arbeits- als auch im Zivilbereich Wirkung hat!

  • Weg mit heteronormativen Unterrichtsmaterialien!

  • Rechtliche Verbesserungen für Transgender-Personen: Es braucht eine Verfahrenserleichterung, Kostenübernahme für geschlechtsanpassende Operationen und ein flexibleres Namensrecht.

  • Die Entscheidung, eine Hormonbehandlung durchzuführen, darf keine Kostenfrage sein. Kurzfristig braucht es einheitliche Standards bei der Kostenübernahme durch die Krankenkassen.

  • Es muss allen möglich sein, das eigene Geschlecht selbst zu bestimmen. Das gilt vor allem auch für Intersex-Personen, wo es noch viel Aufklärung und Sensibilisierungsarbeit braucht.



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