Wohnen

Wohnen ist ein Grundbedürfnis von Menschen – dennoch wird Wohnraum für viele, vor allem junge Menschen, immer weniger leistbar. In den letzten Jahren sind die Mietkosten allen voran im privaten Wohnungssektor explodiert. Zwischen 2000 und 2011 stiegen die Mieten um ca. 40 Prozent, während die Löhne, die in etwa der Inflationsrate entsprechen, durchschnittlich nur um 25 Prozent erhöht wurden. Der extreme Mietanstieg gerade im privaten Immobiliensektor ist für immer mehr Menschen existenzbedrohend, während auf der anderen Seite die Gewinne privater ImmobilienbesitzerInnen immer größer werden.

Durch die Erwartung hoher Mieterträge steigen auch die Immobilienpreise, wodurch Spekulation angeheizt wird. Eine enorme Anzahl an Wohnungen steht leer – Schätzungen für Wien reichen von 30.000 bis 100.000 leerstehenden Wohneinheiten. Das führt nicht zuletzt dazu, dass die Mietpreise am privaten Wohnungsmarkt weiter in die Höhe gehen – denn gerade in einer wachsenden Stadt wie Wien ist der Bedarf an Wohnraum enorm groß. Durch öffentlichen und gemeinnützigen Wohnbau wird der Mietpreisanstieg gedämpft, jedoch stellen sich auch hier gerade für junge Menschen zum Teil große Probleme, wie zum Beispiel die Eigenmittelbeiträge bei Genossenschaftswohnungen, die oftmals schlicht und einfach nicht aufbringbar sind.

Wo wollen wir hin?

Wohnen muss für alle Menschen leistbar und qualitativ hochwertig sein. Wohnen ist keine Ware, die den Schwankungen der Marktwirtschaft überlassen werden darf. Ohne steuernde Elemente führt das reine Prinzip von privatem Angebot und Nachfrage zu hohem Preisniveau und Wohnungsengpässen.  Gerade deswegen muss der öffentliche und gemeinnützige Wohnbau durch massive Investitionen angekurbelt werden – denn nur so kann der Mietexplosion am privaten Wohnungssektor auch Einhalt geboten werden. Zusätzlich braucht es gesetzliche Maßnahmen, die den privaten Wohnungssektor regulieren und vor allem Spekulation mit Wohnraum effektiv bekämpfen. Gerade für junge Menschen, für die die erste eigene Wohnung einen wichtigen Schritt in die Unabhängigkeit darstellt, muss es spezifische Angebote in Form von leistbaren Startwohnungen geben.

 

  • Wir fordern eine Leerstandsabgabe! Wohnungen sind zum Wohnen da, und nicht zum Spekulieren!

  • Maklerprovision abschaffen bzw. von VermieterIn zu übernehmen! Wer MaklerInnen in Anspruch nimmt, soll sie auch bezahlen!

  • Wien braucht mehr Gemeindebauten! Die Stadt soll wieder als Bauträgerin leistbarer Wohnungen auftreten.

  • Eigenmittelbeiträge senken! Wer keine Gemeindewohnung haben darf, soll dennoch das Recht auf leistbare Wohnungen haben. 

  • Eine Zweckwidmung der Wohnbaufördermittel ist notwendig! Nur so kann eine gesicherte Finanzierungsbasis für geförderten Wohnbau gewährleistet werden.

  • Einführung eines Universalmietrechts!

  • Unbefristete Mietverträge müssen zur Norm werden! Kein Bangen mehr um das eigene Dach über dem Kopf!

  • Es braucht Startwohnungen für junge Menschen, die eigens auf sie abgestimmt und leistbar sind!

  • Förderung von Wohngemeinschaften! WG's werden zu einer immer mehr verbreiteten Wohnform und dürfen deshalb nicht außer Acht gelassen werden.

 

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